Writing Prompts

Ein Thema - Eine Geschichte.

 

Writing Prompts findet man zur Genüge - wenn man danach sucht. Es ist auf jeden Fall eine spannende Sache ein Wort oder einen Satz vorgegeben zu bekommen und darum eine Story zu basteln. Ob man sich nun den Inktober der Künstler zur Vorlage nimmt oder etwas ganz anderes - ganz egal! Hauptsache der Kopf raucht und es wird geschrieben, nicht wahr?

Daher bleibt mir nur eines zu sagen: Viel Spaß beim Lesen!


Writing Prompt #02

"You say this is what you want but your eyes are telling me a different story.”

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Writing Prompt #01

"I never thought you’d hurt me but I was wrong. You hurt me the most.”

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Writober #09: Swing

Sie mochte diesen Platz. Er befand sich hoch oben, einen Hügel hinauf, sodass man einen wunderbaren Blick auf die Stadt hatte. Der Weg hierher war ein wenig unwirtlich, denn es gab nur einen schmalen Pfad, ja, ein Trampelpfad gleich und ihre hübschen, feinen Schuhe dankten es ihr nicht. Dabei zog sie stets ein Paar mit relativ flachem Absatz an, wenn sie sich hierher aufmachte! Als sie an diesem Tag an der Hügelkuppe ankam, bemerkte sie eine Veränderung. Kein großes Geheimnis, nein, ganz offensichtlich: Am Ast der großen Eiche hing eine Schaukel herab. Es war eine ganz einfache Schaukel, zwei Seile und ein Stück Holz – und sie schwang noch ein wenig. Wie seltsam. War es nun der Wind, der diese Schaukel zum schwingen brachte oder war bis eben noch jemand hier gewesen? Zögerlich näherte sie sich dem und sah sich um. Es war ein merkwürdiges Gefühl, jemand anderen hier zu wissen – denn irgendjemand musste die Schaukel an diesem Baum ja befestigt haben – da sie bisher nie jemanden hier erblickt hatte. Sollte sie besser wieder gehen? Fast fühlte sie sich ihrer Privatsphäre angetastet, doch das war natürlich Unsinn. So schüttelte sie merklich den Kopf, ehe sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen legte. Dann ergriff sie entschlossen nach dem Seil, setzte sich auf das Brett in ihrer Mitte und begann erst langsam, dann kräftiger hin und her zu pendeln. Zu dieser Stunde ging auch die Sonne unter und sie wollte sich vorstellen, irgendwann den Sternenhimmel zu erreichen, wenn sie weiter so durch die Lüfte schwang. Wer auch immer diese Schaukel hier angebracht hatte, sie war ihm zu Dank verpflichtet und hoffte jener Person eines Tags zu begegnen.

 

 

Was sie nicht wusste war, das Jener die Schaukel für sich als Grabe errichtet hatte. Die friedliche Hügelkuppe, von der man einen solch schönen Ausblick über die Stadt hatte, fiel in einer steilen Klippe ab. Sie hatte das nie gesehen, denn etwas hatte sie stets davon abgehalten, über den Rand zu blicken. Jemand wollte fliegen – und fiel stattdessen tief. Zurück blieb nur die Schaukel, die in der Stille schwang.

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