Kurzgeschichten


Writober #3: Bait

Ich spürte es und wollte es doch nicht wahrhaben. Wie eine Maus, die dem Käse in der Falle nachsetzt und ein Fisch den Wurm am Haken nicht widerstehen kann, wollte ich diesem Gefühl nachgehen. Ich konnte die Richtung genau ausmachen, roch es förmlich, das da etwas war, etwas, das ich haben musste, etwas, das mir fehlte. Doch ich wusste auch, das ich dem nicht nachgeben durfte. So viel meiner Selbst war mir noch geblieben.

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Dream 8: Schneefall

Das Erste, das Cedric bemerkte war, dass es kalt war.

Das Zweite, dass dies nicht möglich sein konnte.

Cedric öffnete die Augen. 

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Dream Seven - Feast of Friends

Als Cedric die Augen öffnete, blickte er auf einen Teller. Das Gericht auf dem Teller war wunderbar angerichtet. Eine Foie Gras au Torchon an Weinsauce mit getrockneten und frischen Feigen. Ihm drehte sich der Magen um. Essen würde er sicher nichts.

Unappetitliche Gedanken?, schoss ihm die Frage durch den Kopf. Da ertönte eine Stimme.

Du meidest Augenkontakt?“

Cedric sah von seinem Teller auf – und erstarrte. Er saß an einem langem Esstisch – ein Ausmaß, wie ihn nur eine Villa beherbergen konnte – und an der Spitze ihm gegenüber saß: er selbst. Nein. Es war sicher nicht Simon, das erkannte er an der Haltung und an dem Blick des anderen Gastes, doch auch wenn das Äußere betrügerisch gleich war, erkannte er nicht sich selbst darin.

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Urlaub!

 Ich lag gerade mit dem Rücken auf der Couch und starrte Löcher in die Decke. Ende Juli und der Sommer brannte gefühlt schon seit April vom Himmel. Was ich damit sagen will? Verdammt war das heiß! Da konnte man es mir ja wohl kaum übel nehmen, wenn ich nichtstuend auf dem Sofa vor mich hinvegitierte und fleißig prokrastinierte. Prokrastination. Ein fantastisch kluges Wort, mit dem man wunderbar hübsch seine eigene Faulheit umschreiben konnte. Nun, wenn man so vor sich hin schmilzt, ist es kein Wunder, wenn die Gedanken hin und wieder einen eher merkwürdigen Gedankengang einlegen.

 Doch dann kam sie – die Ablenkung. Mein Handy vibrierte und riss mich so aus meiner Lethargie. Wie ein Zombie griff ich nach dem Teil und öffnete mit der Geschwindigkeit eines Faultiers WhatsApp.

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Kalter Sturm

 Als der neue Tag anbrach und die Sonne den Horizont in zarte Goldtöne tauchte, erstarrte Trampoli im Augenblick der Zeit. Die Dorfbewohner wagten es noch nicht aufzuatmen angesichts der Schrecken die der kleinen Stadt - die so unbedeutend und doch einmalig am Rande der Welt dalag - letzte Nacht wiederfahren waren. So klein und unbedeutend der Ort auch sein mochte, es gab eine Besonderheit die die Aufmerksamkeit so vieler auf sich zog, seien es Menschen, Elfen oder Monster, ob gut ob böse spielte keine Rolle, sollte man überhaupt zwischen diesen unterscheiden können. Denn es gab eine Insel die hoch über der Stadt schwebte und ihr einzigartiges Wesen zog viele Gestalten an, insbesondere die, die sich auf Magie verstanden. Aufgrund ihrer Form nannte man sie schlicht und ergreifend die Walinsel und hatte sie je einen anderen Namen besessen so war er längst in Vergessenheit geraten. In der Ferne betrachtet wirkte sie friedlich, doch ihr Kern verbarg viele alte Geheimnisse. Menschen mieden die fliegende Insel üblicherweise, weswegen Monster sie umso mehr als eine Heimat schätzten.

 Auf dieser Insel lebte ein Kind. Es war ein junges Mädchen, welches eines Tages am Fuße eines Turmes aufgewacht war und seither in diesem hauste. Ihr Name lautete Iris und so kam es, dass sie es war die die Veränderungen des neuen Tages als Erste bemerkte.

Was die aufgehende Sonne bisher allen verschwiegen hatte war lediglich eines: Der Winter kam.

 

 

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