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City Tour in Cusco!

Teil 1 [2] 3 4 

Tag 1 hieß ankommen, Tag 2 bis 4 bedeutete Programm von morgens bis abends! Mein Vorteil an dieser Stelle? Nun, wie in meinem vorangegangenen Artikel erwähnt, jeder spricht von Cusco – bedeutet auch, jeder kennt jemanden in Cusco! Ein Kollege hat einen Kumpel in der Stadt, der für mich alles von Abholung bis Rücktransport zum Flughafen durchgeplant hat. Da sag ich nicht nein ;-)

 

An diesem Sonntag also, ging es der Geschichte auf die Spur. Im Boleto Turistico sind die Eintritte für Sacsayhuaman, Q'enqo, Puka Pukara, Tambomachay enthalten oder wer einen peruanischen Pass oder Visa hat (ich winke an dieser Stelle mit meiner carne extranjeria :D) kommt gratis rein.

 


Sacsayhuaman

Die größte und beliebteste der genannten Ruinen war ursprünglich eine Festung. Unser Guide hat uns veranschaulicht wo die Spanier gegen die Inka gekämpft haben müssen. Auch das Fundament dreier Türme (Muyuqmarka, Sayaqmarka &  Intipunku. Inti = Sonne) sieht man noch deutlich. Generell ist das Gelände sehr weitläufig und geschichtsträchtig und man hat einen wahnsinnig tollen Blick über die Stadt!

 

 

Übrigens: Sacsayhuaman spricht sich ähnlich aus wie sexy woman – ein kleiner Gag der Umgebung.


Q'enqo (Kenko)

Q'enqo's Geschichte habe ich - ganz ehrlich - nicht ganz begriffen. Nur: viele Jahr später stellte sich heraus, das etwas wovon man geglaubt hätte, sie hätten Machu Picchu dafür verwendet, sich in Wahrheit in dieser kleinen Kulturstätte abgespielt hat. Fakt ist jedenfalls, dass der Ort für zeremonielle Praktiken verwendet wurde. Wir durchquerten eine Felsspalte und in seinem Inneren eignete sich die Kühle und die ebenfalls kühlen Steinplatten perfekt um Mumifizierungen durchzuführen.

 

 


Alpakafarm

Bevor es zur dritten Ruine geht, machen wir noch Halt bei einer Farm, auf der Alpakas, Lamas und Vicuñas gehalten werden. Wer freut sich nicht über einen solchen Anblick? Wir fütterten die Tiere und erhielten danach einen Lehrgang, wie man Fakeware von richtiger Ware unterscheiden konnte. Wie schon erwähnt, finden sich in Cusco zahlreiche Läden, die Ware aus dem Fell der Tiere anboten – natürlich konnten wir auch auf dieser abgelegenen Farm zuschlagen, das versteht sich von selbst ;-)


Puka Pukara

Übersetzt so viel wie rote Festung, war dieser Ort ursprünglich zum Rast machen gedacht – und damit eher eine tampu wasi (quechua, so viel wie Unterkunft, Raststätte). Wie hier jedoch was zu seinem Namen kam und was man aus welchen Schriften vielleicht auch irgendwie verwechselt hatte – zugegeben, langsam verliere ich den Überblick bei so vielen Informationen! Bis auf die Grundmauern ist nicht mehr viel übrig geblieben.


Tambomachay

Der Name ist wohl auch nur halbrichtig zugeordnet, aber das spielt nichts zur Sache. Hierbei handelt es sich wieder um eine heilige Stätte, die bereits um das Jahr 900 errichtet wurde – also noch vor der Zeit der Inka. Die Inka haben den Ort dann für sich übernommen (anstatt ihn zu zerstören – hätten die Spanier das nicht auch so machen können?). Man sah den Unterschied in der Bauweise ganz deutlich: Die ersten beiden Reihen waren noch deutlich gröber, während die dritte Reihe keinerlei Lücken aufwies – klassische Inkabauweise.

 

Das „Bad der Inka“ repräsentiert Brunnen, das Wasser sei trinkbar (oder zumindest einst gewesen). Wasser stellt hierbei einen männlichen Gott dar, während die Erde als Erdmutter Pachamama verehrt wird. Wie in Q'enko gibt es hier Plätze, auf denen Mumien hingesetzt wurden, denn auch die Ahnen wurden verehrt. Als die Spanier kamen, haben sie die meisten Mumien verbrannt, um den Glauben zu unterbinden und nur die wichtigsten vier behalten (Könige etc.), um noch ein Druckmittel zu haben, falls es zu Rebellionen kommen sollte.

 

 

Am Felsen gegenüber der Brunnen wurden übrigens Opferrituale durchgeführt. Ob hierbei jedoch das Blut von Menschen oder Lamas geflossen ist, habe ich verdrängt.


Korikancha

(Preis 15 S/.)

Zu deutsch soviel wie "Der goldene Hof"

 

Ein Herzstück mitten in der Stadt und weitreichender Geschichte – für dessen Tour ich allerdings schon keinen Nerv mehr hatte. Langsam wrude es etwas viel mit all den Informationen!

Korikancha war einst einer der wichtigsten Tempel im Inka Imperium und dem antiken Sonnengott Inti gewidmet. Im 16. Jahrhundert wurde der Ort weitgehenst von den Spaniern zerstört. In seinem Inneren gibt es heute eine Miniatur Replika wie es einst an diesem Tempel ausgesehen haben soll sowie zahlreiche Beschilderungen mit Informationen. 

 


Zusammengefasst lässt sich sagen

man kommt zu jedem Ort sicher auch individuell hin, da sich die Tempel in einem Umkreis von 3-6 km außerhalb von Cusco befinden und somit auch ein Taxi nicht viel kostet. Ein Guide empfiehlt sich durchaus, wer auf Geschichte und Hintergründe aus ist – und sich die auch gewillt ist zu merken. Mit einer kompletten Tour wie meiner hat man das Rund-um-Sorglos-Paket, allerdings hetzt man auch ein wenig von A nach B, was nicht nur auslaugend, sondern auch ein bisschen schade ist.

 

Von Sacsayhuaman aus hat man definitiv den besten Ausblick. (Fun fact: Diese Anlage befindet sich gerade mal knapp 500 m weiter von meiner Unterkunft, dem Supertramp Hostel aus). Am interessantesten fand ich persönlich (oder zumindest habe ich mir hiervon am meisten gemerkt), Tambomachay. Korikancha liegt direkt im Zentrum, nur wenige Blocks vom Plaza de Armas entfernt und ist geschichtlich ebenso faszinierend – dies würde ich jedoch nicht in einer komplett Tour mitaufnehmen, weil es einfach zu viel ist und Korikancha alleine schon sehr reichhaltig an Informationen ist.

 

 

 

Und, welche Ruine der Inka fandet ihr am interessantesten?


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